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Was ist eigentlich geförderter Wohnungsbau?

Die Wohnungsfrage war schon immer eine der zentralen sozialen und politischen Fragen. Mittlerweile ist dies auch bei den politischen Akteuren wieder so weit in den Vordergrund gedrungen, dass keine politische Partei und keine Regierung an schlüssigen Antworten mehr vorbeikommt. Vor allem in den städtischen Ballungsgebieten haben nicht nur Menschen mit geringem Einkommen, sondern auch viele Haushalte mit normalen Einkommen Schwierigkeiten, ausreichenden und bezahlbaren Wohnraum zu finden.

Neben dem immergleichen Mantra „Bauen, bauen, bauen …“ rücken daher die Bezahlbarkeit und die Verfügbarkeit von Wohnungen und damit die Bedeutung des öffentlich geförderten Wohnungsbaus wieder stärker in den Vordergrund. Am Beispiel der Landeshauptstadt Düsseldorf kann sehr gut veranschaulicht werden, wie viele Menschen davon betroffen sind.

In Düsseldorf gibt es ca. 360.000 Haushalte. Davon haben schätzungsweise etwa die Hälfte, also ca. 180.000 Haushalte, einen Anspruch auf einen Wohnberechtigungsschein und damit auf eine öffentlich geförderte Wohnung. Demgegenüber stehen lediglich noch ca. 15.000 geförderte Wohnungen. Jedes Jahr fallen weit mehr Wohnungen aus der Mitpreisbindung heraus als neue dazukommen.

Die Stadt Düsseldorf hat darauf mit dem Handlungskonzept für den Wohnungsmarkt reagiert, das 2013 verabschiedet und 2016 angepasst wurde. Stadtbild Düsseldorf 2021Darin ist unter anderem festgelegt, dass bei größeren Wohnungsbauvorhaben mindestens 20 und bis zu 30 % öffentlich geförderte Wohnungen entstehen müssen und mindestens 10 bis zu 20 % preisgedämpft sein sollen. Derzeit sind Bestrebungen im Gang, diese Zahl noch zu erhöhen auf mindestens 50 % gefördert oder preisgedämpft, davon mindestens 30 % gefördert. Die Abstimmung darüber im Stadtrat ist für Anfang 2022 geplant.

Wir stellen im Verein immer wieder fest, dass viele Menschen nicht wissen, was unter gefördertem oder preisgedämpftem Wohnungsbau eigentlich zu verstehen ist und welche Grundlagen und Mechanismen zum Tragen kommen.

Geförderter Wohnungsbau – Was ist das eigentlich?

Bei öffentlich geförderten Wohnungen, häufig auch als Sozialwohnungen bezeichnet, erhält der Vermieter eine staatliche Förderung (Zuschüsse, zinsgünstige Darlehen etc.) für den Bau öffentlich geförderter Wohnungen oder die Umwandlung in eine geförderte Wohnung. Dafür verpflichtet er sich, die Wohnung zu einem festgelegten Preis zu vermieten, der deutlich unter den Mieten auf dem sog. freien Wohnungsmarkt liegt. Außerdem darf die Wohnung nur an Interessenten mit einem Wohnberechtigungsschein vermietet werden.

Den Wohnberechtigungsschein (kurz: WBS) kann man bei der zuständigen Kommune beantragen. In Düsseldorf ist dafür das Amt für Wohnungswesen zuständig. Der WBS wird für ein Jahr ausgestellt. Wird innerhalb dieses Zeitraums eine Sozialwohnung vermittelt, muss der Schein nicht wieder neu beantragt werden. Er gilt bis zum Ende des Mietverhältnisses.

Wer hat Anspruch auf eine geförderte Wohnung?

Die folgenden Voraussetzungen gelten für dir Erteilung eines Wohnungsberechtigungsscheins (WBS):

  • Fester Wohnsitz in Deutschland oder Besitz einer gültigen Aufenthaltsgenehmigung für mindestens ein Jahr.
  • Der Antrag kann nur von Volljährigen gestellt werden.
  • Das Haushaltseinkommen darf nicht über der Einkommensgrenze liegen.

Besonders der letzte Punkt sorgt bei der Stellung des Antrags immer wieder für Schwierigkeiten. Zwar gibt es festgelegte Einkommensgrenzen (Jahresbruttoeinkommen), jedoch werden zahlreiche Kostenpauschalen, Freibeträge und individuelle Besonderheiten berücksichtigt, welche für die Antragstellenden nicht immer ersichtlich sind.

Seit kurzem hat die Stadt Düsseldorf einen WBS-Chancenprüfer veröffentlicht, der auf Basis der gemachten Angaben die Möglichkeit für einen Wohnberechtigungsschein berechnet. Jedoch sind die Ergebnisse unverbindlich und dienen nur der Orientierung. Es ist auf jeden Fall ratsam, den Kontakt zum Wohnungsamt aufzunehmen und sich bei der Antragstellung unterstützen zu lassen.

Eine Exkursion ins Ahrtal – Teil 2

Die zweite Reise an die Ahr am darauffolgenden Wochenende vom 16. bis 17. Oktober von Anita und Tochter Samira brachten noch mal ganz andere Eindrücke vom Ahrtal. Wieder folgten tausende Wanderinnen und Wanderer dem Aufruf „Wandern für den Wiederaufbau“.

Unsere Anreise nach Dernau mit dem Schienenersatzverkehrs-Bus (SEV) ging über die abgebrochene, unterspülte und teilweise nur einspurige Straße. Hinter dem Museum Römervilla wurden die Flutschäden massiv sichtbar. Die Schienen der Ahrtalbahn abgebrochen, das Gleisbett weggespült, abgebrochene Häuser und große Lücken, in denen die Häuser fehlten.

In Dernau gab es nur ein offenes Lokal, der etwas höher gelegene Hofgarten vom berühmten Weingut Meyer-Näkel. Hundert Meter vor dem Hofgarten endete das Wasser.

Beim Gang durch die Straßen von Dernau, sahen wir die vielen beschädigten Häuser. Unser Lieblingslokal und das vieler anderer WandererInnen Im Burggarten, das ich seit 20 Jahren besuche, haben wir beim Vorbeigehen zunächst nicht wieder erkannt. Ein Teil des Anwesens wurde abgerissen, die anderen Gebäude sind nicht bewohnbar. Die Besitzerin lud uns zum Kaffee im Hof ein.

Dort bekam ich auch Kontakt zu einer Besucherin. Die erzählte von einer großen Spendenaktion: Das 5 Euro Haus. Familien werden dadurch möglichst direkt und regelmäßig unterstützt, um ihr Haus wieder aufbauen zu können. Ich möchte euch bitten, wenn möglich euch auch daran zu beteiligen.

Nach diesen sehr emotionalen Begegnungen und Eindrücken wanderten wir auf den steilen Rotwein-Wanderweg, der Jahr für Jahr im Herbst durch seine Farbenvielfalt beeindruckt.. Dort gab es immer wieder Weinstände der Ahrwinzer, die eifrig besucht wurden. Die Stimmung war hier sehr fröhlich.

Wer gerne mehr wissen oder spenden möchte, kann mich gerne ansprechen. Zum Beispiel auf das hier abgebildete gelbe Armbändchen, das mit einer Spende von 5 Euro die Johanniter unterstützt, die im Juli viele Menschen gerettet haben.
Anita Franken-Khadraoui

Eine Exkursion ins Ahrtal – Teil 1

Bei schönstem Herbstwetter mit viel Sonnenschein machten Brigitte und Anita am 10. Oktober, einem schönen Herbstsonntag, einen Ausflug ins Ahrtal zum Rotweinwanderweg. Diese Idee hatten allerdings nach einem Aufruf im Internet, den Tourismus im Ahrtal zu unterstützen, auch jede Menge anderer WanderInnen.

Unsere erste „Aktion“ zur Einstimmung war natürlich der Besuch im Altenwegshof – ein Restaurant, das aufgrund seiner Terrassenlage nicht unmittelbar von der Flut betroffen ist. Dabei durfte ein Gläschen Spätburgunder selbstverständlich nicht fehlen.

Nach einem leckeren Imbiss ging es dann durch die Weinberge mit Blick auf Dernau. An vielen Reben hingen noch blaue Trauben in allen möglichen Schattierungen; das Weinlaub färbte sich langsam rot und ließ erahnen, wie farbenfroh es in den nächsten zwei bis drei Wochen aussehen wird. Das wäre sicher noch mal einen Ausflug wert!?

Nicht nur ein Wermutstropfen, sondern dramatisch war der Blick von oben aufs Ahrtal mit all den Zerstörungen, die die Flut hinterlassen hat. Straßen, Eisenbahnlinien, Brücken, ganze Häuser sind der Verwüstung zum Opfer gefallen., ein wahrhaft deprimierender Anblick. Umso erfreulicher, immer wieder Menschen zu begegnen, die in der Region leben und sich nicht unterkriegen lassen wollen.

So legten wir voller Zuversicht auf dem Rückweg noch eine kleine Rast im Weingut Försterhof ein, und tätigten auch noch ein paar Einkäufe, natürlich nicht nur zur Unterstützung der heimischen Winzer.
Ein schöner Tag ging zu Ende!

Wiggies bei der Demo „Black Lifes Matter“ in Düsseldorf

Wieder einmal beteiligten sich Vereinsmitglieder am 6. Juni 2020 an einer großen und eindrucksvollen politischen Demonstration. Während bei anderen Ereignissen dieser Art die Stimmung oftmals durch positiv-freudiges Engagement für eine „große, gute Sache“ gekennzeichnet ist, war der Auslöser diesmal leider das traurige, bedrückende Schicksal des Afroamerikaners George Floyd, der wenige Tage vorher im Zuge seiner Verhaftung wegen eines mutmaßlichen Bagatelldelikts von einem Polizisten gewaltsam erstickt worden war. Dieses Einzelschicksal steht in einer unerträglich langen Reihe von rassistisch geprägten Gewalttaten weißer amerikanischer Polizisten und löste massenhafte Proteste in den USA und weltweit aus.

So auch in Düsseldorf. Hatten die jungen Veranstalter*innen bei ihren Aufrufen noch von 2000 erwarteten Teilnehmer*innen gesprochen, so war schon zum Auftakt am DGB-Haus auf der Friedrich-Ebert-Straße klar, dass dies bei weitem übertroffen werden würde. Der Demonstrationszug füllte die Straßenraum vom Bahnhof bis zur Oststraße vollständig aus. Wegen der Infektionshygiene formierte man sich in Zehnerreihen mit genügend Sicherheitsabstand. Dann knieten alle zur Schweigeminute nieder, wie es der afroamerikanische Footballprofi Colin Kaepernick als Geste gegen Rassismus beim Abspielen der amerikanischen Nationalhymne vor dem Wettkampf vorgemacht hatte.

Als sich die Menschenmenge dann in Richtung Kö in Bewegung setzte, schallten durch die Gesichtsmasken bald auch lautstarke Sprechchöre junger engagierter Demonstrant*innen, obwohl es eigentlich eine stille Demo sein sollte. Schließlich sammelten sich auf den Wiesen vor dem Landtag bis zu 20.000 Menschen zur Abschlusskundgebung! Wir fanden ein ruhigeres Eckchen für uns. Kaum zu fassen, wie immer noch mehr kamen, als wir gegen Ende der Veranstaltung bereits auf der Rheinpromenade nach Hause spazierten. Trotz einiger leichter „Corona-Gewissensbisse“ in der darauffolgenden Nacht war es für uns Wiggies Peter, Linde, Günter, Heide, Ulrich, Cornelie und Sylvia mit ihren Freud*innen und Begleiter*innen eine ergreifende, trotz allem disziplinierte und eindrucksvolle Manifestation des Miteinanders gegen rassistische Ausgrenzung und Unterdrückung.

Alles über Wohngeld in Düsseldorf (update)

Wohnen kostet Geld – oft zu viel für den, der über geringe Einnahmen verfügt oder an einem teuren Standort wohnt. Deshalb leistet der Staat in solchen Fällen finanzielle Unterstützung.

20. April 2020 Wohngeld wird als Zuschuss für die Wohnkosten gezahlt. Wohnkosten können beispielsweise die Miete für Wohnraum oder die Lasten des Eigentums an selbst genutztem Wohnraum sein. Wer zum Kreis der Berechtigten gehört, hat einen Rechtsanspruch darauf. Zweck der Gewährung von Wohngeld ist es, ein angemessenes und familiengerechtes Wohnen wirtschaftlich zu sichern. Somit stellt Wohngeld ein wesentliches Element im Netz sozialer Leistungen dar.

Zum 1. Januar 2020 sind umfangreiche gesetzliche Änderungen zum Thema Wohngeld in Kraft getreten. Demnach haben jetzt mehr Menschen Anspruch auf Wohngeld. Es kann sich also lohnen, einen entsprechenden Antrag auf Gewährung von Wohngeld zu stellen.

Auf den Internetseiten des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen und beim Wohnungsamt der Stadt Düsseldorf sind aktuelle und umfangreiche Informationen zu dem Thema Wohngeld zu finden. Sie sind unter den nachfolgenden Links abrufbar:

Über den Online-Wohngeldrechner kann man sich einen unverbindlichen Wohngeldbetrag ausrechnen lassen.  Der tatsächliche Wohngeld­anspruch kann nur im Rahmen eines Antrags bei der zuständigen Wohngeld­stelle nach Vorlage aller erforder­lichen Unterlagen ermittelt werden.

Ein Besuch in der Wohngeldstelle will geplant sein!

Weitere Informationen gibt es beim Amt für Wohnungswesen, Brinckmannstraße 5, 40225 Düsseldorf, Telefon 0 211 899 63 66, wohngeld@duesseldorf.de

Ein Blick aus der KÜMMEREI

Ja, wir schauen mal raus aus der KÜMMEREI. Schauen, was sich da inzwischen tummelt, innerhalb und außerhalb.

Erinnern uns auch, wie sie entstanden ist. Bei einem Seminar des Wohnprojekts „Wohnen in Gemeinschaft auf der Ulmer Höh´“ , kurz WIG genannt, taten sich vier Frauen zusammen, um sich zu „kümmern“. Sie wollten ein Netz knüpfen zwischen denen, die Unterstützung suchen und denen, die bestimmte Fähigkeiten und Möglichkeiten haben. Bald kamen verschiedene Frauen und Männer zu der Gruppe, die ihre Unterstützung anbieten. Viel ist schon geschehen.

Unterstützung bei Einkäufen und Arztbesuchen. Kranke werden besucht. Auch kleine Reparaturen an Kleidungsstücken werden angeboten und vorübergehende Blumenpflege. Blumen werden umgepflanzt, Rollen unter Tische montiert. Bei Umzügen werden Möbel zusammen geschraubt, Lampen aufgehängt und auch schon mal ein Sofa transportiert. Gerade jetzt, zu CORONA Zeiten, gehen viele Gespräche, Mails, Fotos und Videos hin und her.

Bevor CORONA uns die bekannten Einschränkungen brachte, organisierte die KÜMMEREI etwa alle  sechs Wochen einen KAFFEEKLATSCH. In dem netten Café und Bistro A MIDI, gelegen in einem schönen Hinterhof an der Nordstraße. Die Treffen sind zwanglos, locker. Sie dienen dem Austausch und bringen „alte“ und „neue“ Mitglieder zusammen. Diese Möglichkeit fehlt jetzt sehr. Aber die Zeiten ändern sich wieder! Dann treffen wir uns wieder zum KAFFEKLATSCH, zum BRUNCH und STAMMTISCH. Zum BOULE, zum PICKNIK, zum Spielen und überhaupt . . . .
Die KÜMMEREI

Wiggies bei der Großdemonstration am 15. Februar 2020 in Erfurt

Anläßlich der vorübergehenden Wahl des FDP-Politikers Kemmerling zum Ministerpräsidenten von Thüringen mit den Stimmen der AfD war am 15. Februar 2020 in Erfurt eine Großdemonstration nationalistische und rassistische Politik von Rechtsaußen

Nachdem wenige Tage nach der Wahl der FDP-Politiker Thomas Kemmerling mit Hilfe der Stimmen der AfD-Fraktion und unter Stimmenthaltung der CDU zum Ministerpräsidenten von Thüringen gewählt worden war, protestierten und demonstrierten im ganzen Land Menschen gegen derlei politische Winkelzüge und rechtsextreme politische Kräfte. Auch in Düsseldorf auf der Wiese vor dem Landtag folgten viele dem Aufruf des „Düsseldorfer Appells“, der Gewerkschaften und anderer Organisationen. Übereinstimmend verurteilten die RednerInnen die Machenschaften der AfD. Hier in Düsseldorf wurde bereits auf die wenig später geplante größere Demonstration in Erfurt hingewiesen. Daraufhin entschlossen wir uns, als kleine Gruppe mit dem Zug nach Erfurt zu fahren, darunter die Wiggies Heide, Cornelie und Ulrich.

In Erfurt angekommen, spazierten wir durch die Erfurter Innenstadt mit ihren schön erhaltenen und renovierten Baudenkmälern zum Domplatz. Wir hatten sogar noch Zeit für ein zweites süßes Frühstück im Café. Auf dem Domplatz, oberhalb dessen der Dom malerisch auf einem Hügel thront, waren bereits einige Hundert Menschen versammelt. Im Laufe des Tages sollten es, je nach Zählung durch die Polizei oder die Veranstalter, zwischen 9000 und 19000 werden.

In eindrucksvollen Redebeiträgen von Gewerkschaftern, Vertretern der christlichen, islamischen und jüdischen Religionsgemeinschaften und örtlicher Initiativen wurde der breite gesellschaftliche Konsens und Protest gegen Intoleranz, Rassismus und Nationalismus von Rechtaußen deutlich gemacht. Wir hatten im Laufe der einerseits vielfältig bunten, andererseits geschlossen wirkenden Kundgebung auch noch Zeit für eine echte Thüringer Rostbratwurst! Dann formierten sich die Menschen bei schönstem Sonnenschein zu einem Demonstrationszug durch Erfurt, vorbei am Landtag, wo die ominöse Wahl stattgefunden hatte. Wir bogen nach einem Gutteil des Weges zum Bahnhof ab und trafen am späten Abend wieder in Düsseldorf ein, zufrieden damit, dass wir diese gelungene „Anstrengung für die Demokratie“ unternommen hatten.

Die WIG geht in die Tiefe – Eine Führung in der Krypta der Robert-Schumann-Hochschule

Am 18. Januar 2020  haben sich zwölf Wiggies zur Teilnahme an einer Führung durch die „Krypta“ der Robert-Schumann-Musikhochschule verabredet. Initiiert und  organisiert wurde die Besichtigung von unserem Mitglied Hildegard.

Dieser unregelmäßig achteckige unterirdische Raum war zunächst als Rückzugsraum oder Ort der Inspiration und Komposition für Kirchenmusiker gedacht. Inzwischen finden in der Krypta vor allem öffentliche Gruppenführungen durch den Künstler statt, der diesen ungewöhnlichen Raum vor mehr als 20 Jahren ebenso ungewöhnlich und besonders gestaltet hat: Emil Schult.

Schult, der in den 70er Jahren lange mit den Musikern von „Kraftwerk“ zusammenarbeitete ( „das Auge von Kraftwerk“ ), führte uns zunächst in den von ihm mit künstlerischen Darstellungen heidnischer Götzen ausgestalteten Vorraum zur Krypta und dort mit kenntnisreichen Vorbemerkungen und augenzwinkernden, politisch engagierten und bewegenden Kommentaren in seine Weltsicht und die Konzeption der Krypta ein.

Dann betraten wir die Krypta selbst, die an Wänden, Decke und Boden durch Hinterglasmalerei und Gemälde symbolträchtig und farbenprächtig gestaltet ist. Der ganze Raum ist ein einziges Kunstwerk: Lichtfenster – Blindfenster – Regenbogen – Farbkreis – testamentarische Symbolik – Kreuzwand – Space-Pizza – die Erdteile und Ozeane im Lauf der Jahrmillionen – Menschen, Völker und Kulturen – vielfältigste Eindrücke der sakral und spirituell geprägten und gleichzeitig weltoffenen Darstellungen.

Zum Abschluss unserer beeindruckenden Stunde in der Krypta lauschten wir der 10minütigen Musik „ 50 Klangbilder“ von Karl-Heinz Stockhausen, komponiert nach 50 Fotografien aus der Krypta.

Besichtigung nur nach vorheriger Anmeldung.
Robert-Schumann-Hochschule
Fischerstraße 110, 40476 Düsseldorf
Kontakt 0211 168 06 14

„Gemeinsam Wohnen“ – Forum für Interessierte, Initiativen, Baugemeinschaften und Wohngruppen am10. November 2019

Auch in diesem Jahr war das Wohnungsamt der Stadt Düsseldorf mit der „Agentur für Baugemeinschaften und Wohngruppen“  im Gebäude der Volkshochschule am Berta-von-Suttner-Platz Gastgeber für zahlreiche Initiativen, Baugemeinschaften und Wohngruppen aus Düsseldorf und Umgebung, die ihre vielfältigen Projekte den interessierten Besucherinnen und Besuchern vorstellten.

Wie immer war  die WiG mit dabei! Wir erläuterten den Besuchern an unsrem Stand die Strukturen und Ziele des Vereins und die Besonderheiten unseres Mietwohnprojekts. Wir informierten über die Bautätigkeit auf der Ulmer Höh – Südteil, wo derzeit die Gebäude errichtet werden, in die Mitglieder von der WIG einziehen sollen. Etliche Interessierte trugen sich ein, um noch detailliertere Informationen über den Verein und das Mietwohnprojekt zu erhalten.

Eine Vortragsreihe von Experten aus Politik und Verwaltung ergänzte die Darstellung der Projekte und Initiativen. Dabei hatten wir Gelegenheit, mit dem Referenten Herrn Kai Noell aus dem Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung NRW (MHKBG), das die WiG mit Landesmitteln fördert, über unser Projekt zu sprechen.

So war diese Veranstaltung wieder einmal DAS geeignete Forum, die Belange unseres Mietwohnprojektes zu vertreten, über uns zu informieren und auch selbst den Kontakt zu anderen Gruppen und Projekten aufrechtzuerhalten oder neu zu knüpfen. Vielen Dank an alle aus dem Verein, die aktiv mitgeholfen haben und an das Wohnungsamt der Stadt Düsseldorf, das die Veranstaltung in bewährter Weise ausgerichtet und gestaltet hat!

Wir leihen Ihnen ein Ohr – Der Seniorenrat informiert zum Thema Schwerhörigkeit

Am Montag, den 18. November 2019 um 14:30 Uhr
in der VHS am Bertha-von-Suttner-Platz 1, Saal 1

Betroffene, Angehörige und Interessierte sind herzlich eingeladen, sich diesem Thema aus neuer Perspektive zu nähern. In Düsseldorf sind mindestens 60.000 Menschen betroffen, denn ungefähr ab dem 50. Lebensjahr kann die Hörleistung deutlich abnehmen. Es dauert oft bis zu sieben Jahre, bevor Bertoffene ihre Schwerhörigkeit akzeptieren und sich zu einem Hörtest entschließen.

Mit einer anschaulichen Präsentation greift Seniorenrätin Marlene Utke diese Situation auf und macht die Gefahren des schleichenden Hörverlustes deutlich. Ferner wird aufgezeigt, wie Ärger und Rückzug aus dem sozialen und kulturellen Leben vermieden werden können. Insgesamt soll das Thema Altersschwerhörigkeit (Presbyakusis) aus dem Tabubereich heraus.

Der evangelische Schwerhörigenseelsorger, Pfarrer Josef Groß, wird in seinem anschließenden Beitrag noch detaillierter darauf eingehen, was Schwerhörigkeit ganz persönlich mit Betroffenen und ihrem Umfeld macht. Seine Praxiserfahrungen und Fachkenntnisse fließen seit fünf Jahren in die Seniorenratskampagne ein.
Fragen, Zweifel und eigene Erfahrungen können hier geäußert werden.

Hörakustikermeister Georg Jaspert wird als Mitglied der Bundesinnung der Hörakustiker „biha“ (KdöR) die Vereinbarung zwischen dem Deutschen Schwerhörigenbund (DSB) und der biha zur Anwendung der Induktionstechnik vorstellen. Es geht um die Herstellung einer nachhaltigen zukunftsfähigen Barrierefreiheit für Menschen mit Hörbehinderung.

Nach den Vorträgen werden im Foyer der VHS am Hauptbahnhof der Düsseldorfer Ortverein des Deutschen Schwerhörigenbundes, Beratungsstellen des Caritasverbandes und weitere Engagierte ansprechbar sein. Technische Hilfsmittel z.B. für den Wohnbereich werden gezeigt, umfangreiches Info-Material liegt aus.

Die Veranstaltung ist gebührenfrei und kann ohne Anmeldung besucht werden. Es werden Mikrofone benutzt. Personen, die einen mobilen induktiven Hörempfänger benutzen möchten, erhalten diesen ab 14 Uhr.