Gemeinsam wohnen, aber mit wem? – WIG-Treffen am 20. August 2016

Auf Einladung der Gruppe “Wohnkriterien” trafen sich Mitglieder und Gäste am Samstag zu einer weiteren Veranstaltung aus dem Themenkreis “Wie wir zusammen leben wollen?” Wie immer hatte sich die Vorbereitungsgruppe einen spannenden Ablauf ausgedacht, sodass auch der Spaß nicht zu kurz kam. Zur Einstimmung auf das Thema konnten sich die zwanzig Teilnehmerinnen und Teilnehmer spielerisch über die Gewohnheiten und Rituale beim Start in den Tag austauschen. Das führte zu neuen und teils überraschenden und (Er-)Kenntnissen, die manchmal auch nachdenklich machten.

IMG_6094_bAnschließend führten die gut vorbereiteten, fiktiven “Aufnahme-Interviews” in das Thema des Tages ein:  “Gemeinsam wohnen, aber mit wem?” In fliegend wechselnden Kleingruppen wurden dann die verschiedenen Themen bearbeitet:

  • Welche Auswirkung hat die Altersstruktur auf das Zusammenleben und wie können und wollen wir damit umgehen?
  • Wie wichtig ist uns das Engagement für den Verein und die Vereinsziele?
  • Wie sieht es mit den eigenen Intoleranzen und Vorurteilen aus? Was stört uns  und was wollen wir auf keinen Fall?
  • Wie werden sich die unvermeidlichen Wechselfälle das Lebens auf das Zusammenleben auswirken? Wie gehen wir damit um, wenn sich die persönlichen Verhältnisse und das Verhalten ändern?
  • Gibt es objektive Auswahlkriterien für das Zusammenleben, an denen sich Entscheidungen orientieren können?

IMG_6032_bDie vielfältigen Anregungen und Ergebnisse der Gruppen wurden zum Schluss kurz vorgestellt. Alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen  waren sich einig, dass dies spannendes Thema unbedingt weiter verfolgt werden müsse. Im nächsten Schritt sollen die Ergebnisse schriftlich fixiert an alle Mitglieder gehen. Bei der nächsten Mitgliederversammlung im September kann dann die weitere Entwicklung von den Mitgliedern bestimmt werden.

Wie immer konnten alle Anwesenden zwischendurch und in den Pausen die vielen selbstgemachten und mitgebrachten Snacks genießen. Wir danken besonders der Leitung und den Mitarbeitern des Ernst-Gnoß-Hauses für die Gastfreundschaft und die Unterstützung.

Vom Knast zum neuen Quartier

Des SPD-Ortsvereins Mitte-Nord und der Ratsherr Philipp Tacer luden am Samstag zum Informationsaustausch über den Planungsstand und die Ziele für das Gelände der ehemaligen JVA Ulmer Höh´. Die WIG war auf dem Frankenplatz mit einem eigenen Infostand und zahlreichen Mitgliedern vertreten, um über den aktuellen Stand der Bauplanungen und die Ziele des Vereins zu informieren. Lebhaft wurde mit vielen Interessierten aus Derendorf über die aktuelle Situation diskutiert.

WIG-Mitglieder diskutieren auf dem Frankenplatz lebhaft über die Ulmer Höh´
WIG-Mitglieder diskutieren auf dem Frankenplatz lebhaft über die Ulmer Höh´

Zur Sprache kam wie immer die Rolle des BLB (Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes NRW) in dessen Besitz sich das ehemalige JVA-Gelände befindet. Nun scheint endlich Bewegung in die Sache zu kommen. Bis Ende September soll die lange angekündigte Ausschreibung des Geländes für künftige Investoren erfolgen. Bis zu 500 Wohnungen können dort entstehen; nach dem Willen der SPD bezahlbar und zur Hälfte öffentlich gefördert.

Viele Interessierte wussten nicht, dass im Mai 2015 der Bebauungsplan Ulmer Höh‘  in einen Süd- und einen Nordteil getrennt wurde. Die WIG setzt seitdem darauf, ihr Mietwohnprojekt im Südteil verwirklichen zu können, für den gerade das Bebauungsplanverfahren unter Anwendung des Handlungskonzepts ZUKUNFT.WOHNEN DÜSSElDORF durchgeführt wird. Für den Südteil sind die notwendigen Ämteranhörungen inzwischen abgeschlossen und die Gebäudeteile des ehemaligen Recyclinghofs  abgetragen, während im Nordteil alles steht wie eh und je.

Wir warten nun auf aktuelle Nachrichten aus dem Stadtplanungsamt und die ausgestreckte Hand eines Investors, der sagt: „Ein zukunftsweisendes Wohnprojekt im Quartier gestalten? Gerne mit Ihnen!“

“Wir leihen Ihnen ein Ohr” – Altersschwerhörigkeit und kommunale Daseinsfürsorge

„Wir leihen Ihnen ein Ohr“

Unter diesem Motto will sich der Seniorenrat für Menschen mit Altersschwerhörigkeit in den Stadtbezirken engagieren. Eine „Stellungnahme zur Altersschwerhörigkeit in Düsseldorf“ wurde beschlossen und soll nach den Sommerferien in den Ausschuss für Gesundheit und Soziales des Rates der Landeshauptstadt Düsseldorf eingebracht werden. Der Seniorenrat folgte damit einem Antrag seines Arbeitskreises „Gesundheit und Pflege“ (AK GuP).

Mit einer Präsentation in der öffentlichen Seniorenratssitzung am 29. Juli 2016 richtete der Seniorenrat erneut den Blick auf ältere Menschen, die nicht mehr gut hören können. Mit den Beschlüssen will der Seniorenrat das Thema Altersschwerhörigkeit zum Gegenstand von öffentlichen Überlegungen und kommunaler Daseinsfürsorge machen. Es könne nicht allein der Anstrengung der alternden Menschen überlassen bleiben, wie sie mit ihrem eingeschränkten Hörvermögen fertig werden. Sie haben ebenso ein Recht auf Barrierefreiheit und gesellschaftliche Teilhabe nach der UN-Behindertenrechtskonvention wie andere Menschen mit einem Handicap, verdeutlichte Marlene Utke, Sprecherin des Arbeitskreises GuP.

Im November 2014 hatte Frau Ott als Ratsmiglied im Ausschuss für Gesundheit und Soziales den Impuls gegeben, sich mit dem Thema Altersschwerhörigkeit zu beschäftigen. „Bis dahin hatten wir das nicht im Blick. Es wurde scheinbar individuell bewältigt“, bekennt Marlene Utke. „Jetzt haben wir uns über viele Monate dieses Thema gemeinsam erarbeitet und wollen es jetzt auch gemeinsam voran bringen. Deshalb freuen wir uns, die Stellungnahme am 24. August im Ausschuss für Gesundheit und Soziales einzubringen.“

Mit hiesigen Expertinnen und Experten für Schwerhörigkeit wurde errechnet, dass in Düsseldorf wahrscheinlich rund 60.000 Menschen von Altersschwerhörigkeit betroffen sind.

Hören kann verlernt werden!

Die Experten warnen davor, sich zu spät für ein Hörgerät zu entschließen. Je länger man warte, desto schwieriger sei eine angenehme Anpassung. Zusätzliches Hörtraining und Absehkurse (früher „Lippenablesen“) würden erforderlich, weil sonst der Nutzen eines Hörgerätes begrenzt bliebe.

MIt Sorge sieht der Seniorenrat die Gefahr des sozialen Rückzugs, „weil man ja doch nichts richtig mitbekommt“ und die Entwicklung verfrühter Hilfebedürftigkeit. Der Seniorenrat verweist auf den großen Aufklärungsbedarf, der nicht allein durch Ohrenärzte und Hörgeräteakustiker bewältigt werden kann.

Die Broschüren der Landeshauptstadt, die z.B. in den zentren plus ausliegen, helfen derzeit den von „Presbyakusis“ Betroffenen kaum weiter. (Presbyakusis ist der medizinische Diagnose-Begriff für Altersschwerhörigkeit.) Die Verbreitung der Infoblätter des Deutschen Schwerhörigenbundes (DSB) und der Evangelischen Schwerhörigenfürsorge ist äußerst begrenzt. Die in zentraler Stadtlage befindliche Sozialberatungsstelle für Gehörlose und Schwerhörige sowie das Projekt Beethoven werden vor allem von Personen mit sehr starker Höreinschränkung, gebärdensprachlich orientierte Schwerhörige und Gehörlose aufgesucht.

Der Seniorenrat wünscht sich deshalb, dass die gewonnenen Erkenntnisse bei der offenen und stationären Altenhilfe zeitnah berücksichtigt werden, insbesondere in den „zentren plus“. beispielsweise  durch der Fortbildungsangebote für in der Altenhilfe tätige Menschen, durch konsequente Verwendung von Mikrofonen  und Sprachverstärkeranlagen sowie den Einbau von Induktionsanlagen. Schwerhörige mit einer T-Spule im Hörgerät können in Räumen mit Induktionsanlage dem Gesprochenen unbehindert folgen. Hier wäre eine Fachkraft mit einer Zusatzqualifikation als Audiotherapeut/in für ratsuchende Bürgerinnen und Bürgern wie auch für Haupt- und Ehrenamtliche sehr hilfreich.

In den Arbeitskreissitzungen kamen jedes Mal neue Schilderungen und Erfahrungen mit Barrieren für Menschen mit Hörbehinderung auf den Tisch. „Wir haben die Puzzleteile nach Dezernaten sortiert und können deshalb aufzeigen, wo und wie Politik und Verwaltung im Sinne der Satzung zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen der Landeshauptstadt Düsseldorf handeln können. Dafür haben wir Ziele und Maßnahmen formuliert“, so ein weiteres Mitglied des Seniorenrates. Die vorgeschlagenen Maßnahmen reichen von akustisch barrierefreien Empfangsschaltern und Beratungsräumen in Verwaltungsgebäuden, über die Ermittlung der realen Zahlen von Menschen mit Hörgeräten bis hin zu Kurs- und Sportangeboten für schwerhörige Menschen sowie einem internationalen Stadtplan für Hörbehinderte.

Ulrike Schneider, stellvertretende Vorsitzende des Seniorenrates: „Wir sind stolz, heute dieses Arbeitsergebnis präsentieren zu können und ich weiß, einige haben in ihren Stadtteilen schon mit der Umsetzung begonnen. Auch im Namen des Vorsitzenden kann ich sagen: Wenn wir als Sprachrohr der älteren Generation bei der Stadtspitze Gehör finden und die Inklusion von Menschen mit Hörbehinderung aufgrund unserer Initiative von dort aus intensiv vorangetrieben wird, hat der Seniorenrat einen wunderbaren Beitrag zum Abbau von akustischen Barrieren und der Verwirklichung der UN-Behindertenrechtskonvention eingeleitet“.

Weitere Information:
Stellungnahme zur Altersschwerhörigkeit (Presbyakusis) in Düsseldorf und Beiträge zur Entwicklung einer barrierefreien Kommune

Kontakt:
Marlene Utke, Seniorenrätin für den Stadtbezirk 1
Sprecherin des Arbeitskreises Gesundheit und Pflege
Telefon 0211 48 21 07

“Wir in Derendorf” – Die WIG im Stadtteilarbeitskreis

Von Anita Franken-Khadraoui

Die WIG (Wohnen in Gemeinschft – Leben auf der Ulmer Höh´ e. V.) ist in Derendorf gut vernetzt und mit einem von der Mitgliederversammlung gewählten Vorstandsmitglied im Stadtteilarbeitskreis Derendorf vertreten, um das Thema gemeinschaftliches Wohnen auf dem Gelände der Ulmer Höh bekannter zu machen und um aktuelle Themen im aus dem Stadtteil in die Vereinsarbeit integrieren zu können.

Was ist der Stadtteilarbeitskreis Derendorf?

Der Stadtteilarbeitskreis entstand  Anfang der 80er Jahre aus einem geförderten EU-Projekt zur Entwicklung des Stadtteils und vor allem zur Unterstützung alleinerziehender Mütter und Väter. Anfang der 80iger Jahre war der Anteil Alleinerziehender in Derendorf  im Verhältnis zu anderen Stadtteilen Düsseldorfs besonders hoch.

Um mehr über die soziale Situation von Familien im Stadtteil herauszufinden, wurden zunächst Gespräche mit VertreterInnen sozialer Träger geführt und gleichzeitig Erhebungen per Fragebogen vorgenommen. Nach den Zusagen aller angesprochenen Träger wurde der unabhängige Stadtteilarbeitskreis gegründet. Heute sind viele soziale Träger und Einrichtungen, die Kirchen, eine Moschee, Kitas , Familienzentren und Schulen, Vereine, das Jugendamt mit seinen Einrichtungen, Beratungsstellen sowie die Vertreterin des Seniorenrates in diesem Kreis aktiv. Die Vernetzung aller Beteiligten wird durch wechselnde Versammlungsorte und gegenseitige Besuche von Einrichtungen untereinander gefördert und erleichtert.

Seit Beginn des Arbeitskreises arbeiten SozialpädagogInnen, ErzieherInnen, PsychologInnen, Politikerinnen und andere Fachleute produktiv und gemeinwesenorientiert zusammen.  Der Arbeitskreis hat jetzt sechzig Mitglieder. Um die soziale Arbeit in Derendorf koordiniert zu entwickeln, werden bei den regelmäßigen Treffen aktuelle Themen im Stadtteil aufgegriffen und diskutiert, beispielsweise die Wohnsituation Derendorfer BürgerInnen und Familien, das Leben älterer Menschen im Stadtteil, die Unterbringung und Betreuung von Flüchtlingen, die Planung von Spielplätzen, die Verkehrssituation und die Neubebauung im Stadtteil oder die Situation von Menschen mit Handicap. Dazu werden auch immer wieder kompetente Menschen als Referentinnen eingeladen. Seit Jahren gibt es gute Kontakte zum Fachbereich Sozial- und Kulturwissenschaften der Hochschule Düsseldorf, deren Campus seit kurzem mitten in Derendorf liegt und das Leben im Stadtteil vielfältiger und bunter macht.  Zu Stadt-und Quartiersentwicklung wurden u. a. Professor Dr. Reinhold Knopp und MitarbeiterInnen vom Stadtplanungsamt mehrfach eingeladen.

Als Ergebnis einer gemeinsamen Zukunftswerkstatt entstand die Website wirinderendorf.de, auf der sich die aktiven Einrichtungen vorstellen und wo sich Derendorfer BürgerInnen über Veranstaltungen und Aktuelles aus dem Stadtteil informieren können.

Großbrand auf der Ulmer Höh´

30. April 2016.  Am Freitagabend brannte die unter Denkmalschutz stehende Kapelle auf der Ulmer Höh´. Als die Feuerwehr mit einem Großaufgebot anrückte, schlugen aus dem Dachstuhl bereits die Flammen. Die stundenlangen Löscharbeiten wurden zunächst verzögert durch die schweren Eisentore im Eingang der ehemaligen Justizvollzugsanstalt Ulmer Höh´.

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Durch das Feuer und das Löschwasser wurde das Bauwerk stark beschädigt. Die denkmalgeschützte Kapelle sollte als einziges Gebäude auf dem als Baugebiet vorgesehenen Areal der Ulmer Höh´ erhalten bleiben. Sie ist jetzt angeblich einsturzgefährdet. Die Brandursache ist unklar, die Kriminalpolizei hat Ermittlungen wegen Brandstiftung aufgenommen.

Wie wir zusammen leben wollen – WIG-Treffen am 9. April 2016

Auf Einladung der “Viererbande” Peter, Uli, Rolf, Zijad trafen sich Mitglieder und Gäste am Samstag zur Fortsetzung der Veranstaltung “Wie wir zusammen leben wollen” vom letzten Frühjahr.  Im Zentrum standen die Entwicklung eines vielfältigen Vereinslebens und gemeinsamer Aktivitäten. Der kurzweilige Start mit einem Quiz im Stil von “Der große Preis” endete mit der Überreichung der von Ruth kreierten und selbst gebackenen “Medaillen” an die Teams und großem Beifall und für das Spitzenteam Brigitte, Sabine, Karin und Cornelie.

In aufgelockerter Atmosphäre wurden dann für die fünf thematischen Bereiche Vereinsleben/ Vereinsentwicklung, Kino/ Museum/ Film, Literatur/ Musik/ Malerei, Küche und Kochen, sowie Sport/ Entspannung/ Spiel gemeinsame Aktivitäten für Mitglieder und Interessenten geplant und verabredet. Über die Ergebnisse und Anregungen werden alle Mitglieder informiert. Bei der nächsten Mitgliederversammlung im Mai kann dann die weitere Entwicklung von den Mitgliedern gestaltet werden.

Unser erstes Jahr als Verein

Ein Jahr nach der Gründung fand am 16. März 2016 im Ernst-Gnoß-Haus der AWO in Derendorf die erste Jahreshauptversammlung des Vereins “Wohnen in Gemeinschaft – Leben auf der Ulmer Höh´ e. V.” (WIG) statt. Mit Stolz stellte die Vereinsvorsitzende Marlene Utke den Jahresbericht 2015 vor und fasste das erste Vereinsjahr im Rückblick zusammen. Aus einer lockeren Gruppe, die 2012 bei den Bürgerbeteiligungen des Wettbewerbsverfahrens für das Stadtentwicklungsgebiet Ulmer Höh´zusammenfand, wurde eine gemeinnützige Institution mit definierten Ansprechpartnern. Mit der Vereinsgründung stieg die Akzeptanz unseres Wohnprojektes sowohl in Politik und Verwaltung der Landeshauptstadt als auch bei  Grundstückseignern und potentiellen Investoren.

Wir sind sicher, das eigene Alter zusammen in einem gemeinsam bewohnten Gebäude besser bewältigen zu können. Der Wohnbedarf der Mitglieder ist klar. Wir streben ein Mietwohnprojekt an, das öffentlich geförderte, preisgedämpfte und frei finanzierte Wohnungen bereitstellt. Die Außenwirkung hat sich durch die regelmäßige Präsentation des Vereins, der wohnungspolitischen Ziele und der Vereinsarbeit bei zahlreichen Veranstaltungen stark verbessert. Unsere Vorstellungen vom gemeinsamen Wohnen sind attraktiv für viele Menschen, die eine Wohnung für ihr Alter suchen. Bei öffentlichen Auftritten, z.B. beim Frankenplatzfest oder beim Wohnprojektetag kamen wir mit vielen Interessenten in Kontakt.

Die WIG ist am Puls des Stadtbezirks. Fast alle Vereinsmitglieder leben und arbeiten seit langem in den Stadtteilen Derendorf, Golzheim oder Pempelfort. Viele sind durch persönliches Engagement, Ehrenämter oder dienstliche  Kooperationen bestens vernetzt mit Trägern der Wohlfahrtspflege, Kirchen, Vereinen und Stadtteilinitiativen. So wenden sich auch immer wieder beunruhigte Menschen an uns, die das Entwicklungsgebiet Ulmer Höh´ beobachten und ebenso wie wir feststellen, dass sich dort nichts bewegt. Wir geben dann gerne unsere Informationen zum Planungsstand weiter. Umgekehrt vermitteln wir auch regelmäßig in politischen Gremien und bei Kontakten mit Politik und Verwaltung, in welcher Bedrängnis ältere Wohnungssuchende in unseren Stadtteilen sind.

Nach dem Finanzbericht und der Entlastung des Vorstandes widmeten sich die Anwesenden wieder dem Jahr 2016 und den laufenden Aktivitäten. So wurden u. a. für das erste Halbjahr zwei Thementage  – “Wie wir zusammen leben wollen” und “Entscheidungskriterien für das gemeinsame Wohnen” –  sowie ein Informationstreffen für Interessierte vereinbart.

Nach dem Ende der mit Spannung erwarteten ersten Jahreshauptversammlung trafen sich wie immer noch zahlreiche Mitglieder zum Ausklang des Abends und zum Klönen bei Bier oder Wein im Restaurant Symposium am Spichernplatz.

Vereinsmitglieder erarbeiten gemeinsam die Jahresplanung

Derendorf, 13. Februar 2016. Heute trafen sich die Mitglieder des Vereins Wohnen in Gemeinschaft – Leben auf der Ulmer Höh´ e. V. im Ernst-Gnoß-Haus in Derendorf um gemeinsam die Jahresplanung zu erarbeiten. Für sechs verschiedene Themenfelder, wie beispielsweise „Wie weiter mit der Ulmer Höh´?“, „Der Verein im Stadtteil“ oder „Unser Vereinsleben“, wurden Ideen und Anregungen für die Vereinsarbeit gesammelt. Daraus wurden zahlreiche konkrete Vorschläge für künftige Vereinsaktivitäten entwickelt.

Knapp die Hälfte der Vereinsmitglieder nahmen an dem Treffen teil und fast alle der Anwesenden übernahmen die Verantwortung für die Umsetzung einzelner verabredeter Aktionen. Nach fast fünf Stunden intensiver Arbeit bewerten die Anwesenden die anregende und produktive Atmosphäre und die vielen guten Ergebnisse des Treffens als positives Beispiel für ein lebendiges und aktives Miteinander.

Gemäß dem Vereinsmotto „Einer allein kann kein Dach tragen“ gilt es nun, weitere Mitstreiter für die Umsetzung der vielen Ideen zu finden. Dazu werden im nächsten Schritt die Ergebnisse für die Mitglieder dokumentiert, damit spätestens bei der Jahreshauptversammlung Mitte März für alle die weitere Entwicklung des Wohnprojektes deutlich wird.

Barrierefreiheit – Teilhabe und Teilnahme am gesellschaftlichen Leben für ALLE im Quartier

Von Peter Baaken

Als Verein setzen wir uns konsequent für die barrierefreie Gestaltung aller Wohnungen und der Wohnumgebung ein, damit inklusives und selbstbestimmtes Leben in der eigenen Wohnung und im Quartier möglich wird. Nur durch die konsequente Umsetzung umfassender Barrierefreiheit in der Praxis ist für ALLE die eigenständige und uneingeschränkte Teilnahme und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben möglich.

Der Begriff der Barrierefreiheit ist dabei von zentraler Bedeutung.

Was bedeutet barrierefrei?

Barrierefrei sind, vereinfacht gesagt, bauliche Anlagen, wenn sie für Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen, alte Menschen und Personen mit Kleinkindern in der allgemein üblichen Weise, ohne besondere Erschwernis und grundsätzlich ohne fremde Hilfe auffindbar, zugänglich und nutzbar sind.

Dabei sind die einschlägigen DIN-Normen als anerkannte Regeln der Technik zu beachten:
DIN 18040-1
Barrierefreies Bauen – Öffentlich zugängliche Gebäude
DIN 18040-2
Barrierefreies Bauen – Wohnungen
DIN 18040-3
Barrierefreies Bauen – Öffentlicher Verkehrs- und Freiraum

Die Begriffe „rollstuhlgerecht“ und „behindertengerecht“ sind heute nicht mehr zielführend, da sie im Gegensatz zum Begriff „barrierefrei“, nicht allumfassend sind, sondern lediglich Maßnahmen (z. B. rollstuhlgerechte Wohnung für Rollstuhlfahrer) für einzelne Personengruppen (hier: Rollstuhlfahrer und Menschen mit Behinderung) beschreiben bzw. beinhalten.

Barrierefreiheit ist nicht umsonst

Sicherlich können Mehrkosten bei der Umsetzung der Barrierefreiheit entstehen. Sie lassen sich auf ein Minimum reduzieren, wenn dieser Aspekt von vornherein bei der Planung und Bauausführung berücksichtigt wird. Darüber hinaus gibt es für Investoren vielfältige Fördermöglichkeiten des Bundes, des Landes und der Kommunen.

Für die Gesellschaft kann sich der Mehraufwand schnell lohnen, z. B. wenn Menschen mit Behinderung, Menschen mit fortschreitenden Krankheitsverläufen oder zunehmender Pflegebedürftigkeit viel länger in Ihren barrierefreien Wohnungen bzw. im Quartier bleiben können, bevor die Aufnahme in stationäre Einrichtungen notwendig wird. Das entlastet die Träger der Sozialversicherung und der Sozialhilfe finanziell und organisatorisch.

 Für Investoren und Vermieter ist interessant, dass sich barrierefreie Wohnungen in einem ebenfalls barrierefreien Wohnumfeld besser und schneller verkaufen oder vermieten lassen.

 Fazit

Bei öffentlich geförderten Mietwohnungen besteht für den Investor, aufgrund der geltenden Förderrichtlinien, die Verpflichtung barrierefreie Wohnungen zu bauen. Ausnahmen hiervon sind aber auch hier nicht ganz ausgeschlossen! Für freifinanzierte Miet- bzw. Eigentumswohnungen gibt es nur eine sehr eingeschränkte Pflicht barrierefreie Wohnungen zu bauen.

Überzeugungsarbeit durch unseren Verein bzw. durch Einzelpersonen gegenüber den Akteuren (Investoren, Architekten, Stadt, Land etc.) ist weiterhin notwendig, damit genügend barrierefreie Wohnungen entstehen. Das gilt auch für die barrierefreie Gestaltung der Wohnumgebung.

Weiterführende Links

Jahresabschluss und Weihnachtsfeier bei den “Wiggies”

Die letzte Mitgliederversammlung in diesem Jahr am 9. Dezember im Ernst-Gnoß-Haus nutzten die Vereinsmitglieder des WIG e. V. um das Jahr ausklingen zu lassen und in weihnachtlicher Stimmung auf das Erreichte zurück zu schauen. Der formale Teil des Treffens war kurz, um mehr Zeit zum Gedankenaustausch und zum Feiern zu haben.

Der von Beginn an in der Gruppe aktive Rüdiger Bubbel wurde auf Vorschlag von Robert Hanusch zum ersten Ehrenmitglied des Vereins ernannt. Marlene Utke überreichte im Namen aller Mitglieder eine Spende an das Ernst-Gnoß-Haus, um sich damit für die große Unterstützung der Vereinsaktivitäten zu bedanken. Neueste Informationen zu den Entwicklungen beim Baugebiet Ulmer Höh´ sowie die Termine und erste Aktivitäten für 2016 stimmten auf das kommende, sicherlich ebenso spannende Jahr ein.

Anschließend konnten alle “Wiggies” das selbst kreierte Buffet genießen. Kurzweilige Wortbeiträge und musikalische Begleitung aus dem Kreis der Anwesenden sorgten für stimmungsvolle Unterhaltung. Nachdem bereits im letzten Jahr das “Gruselwichteln” sehr gut ankam, machte diesmal das wieder von Eva Schäfer organisierte “Wundertütenwichteln” allen viel Spaß und gute Laune.

Wohnen in Gemeinschaft – Leben auf der Ulmer Höh´e. V.