Eine Exkursion ins Ahrtal – Teil 2

Die zweite Reise an die Ahr am darauffolgenden Wochenende vom 16. bis 17. Oktober von Anita und Tochter Samira brachten noch mal ganz andere Eindrücke vom Ahrtal. Wieder folgten tausende Wanderinnen und Wanderer dem Aufruf „Wandern für den Wiederaufbau“.

Unsere Anreise nach Dernau mit dem Schienenersatzverkehrs-Bus (SEV) ging über die abgebrochene, unterspülte und teilweise nur einspurige Straße. Hinter dem Museum Römervilla wurden die Flutschäden massiv sichtbar. Die Schienen der Ahrtalbahn abgebrochen, das Gleisbett weggespült, abgebrochene Häuser und große Lücken, in denen die Häuser fehlten.

In Dernau gab es nur ein offenes Lokal, der etwas höher gelegene Hofgarten vom berühmten Weingut Meyer-Näkel. Hundert Meter vor dem Hofgarten endete das Wasser.

Beim Gang durch die Straßen von Dernau, sahen wir die vielen beschädigten Häuser. Unser Lieblingslokal und das vieler anderer WandererInnen Im Burggarten, das ich seit 20 Jahren besuche, haben wir beim Vorbeigehen zunächst nicht wieder erkannt. Ein Teil des Anwesens wurde abgerissen, die anderen Gebäude sind nicht bewohnbar. Die Besitzerin lud uns zum Kaffee im Hof ein.

Dort bekam ich auch Kontakt zu einer Besucherin. Die erzählte von einer großen Spendenaktion: Das 5 Euro Haus. Familien werden dadurch möglichst direkt und regelmäßig unterstützt, um ihr Haus wieder aufbauen zu können. Ich möchte euch bitten, wenn möglich euch auch daran zu beteiligen.

Nach diesen sehr emotionalen Begegnungen und Eindrücken wanderten wir auf den steilen Rotwein-Wanderweg, der Jahr für Jahr im Herbst durch seine Farbenvielfalt beeindruckt.. Dort gab es immer wieder Weinstände der Ahrwinzer, die eifrig besucht wurden. Die Stimmung war hier sehr fröhlich.

Wer gerne mehr wissen oder spenden möchte, kann mich gerne ansprechen. Zum Beispiel auf das hier abgebildete gelbe Armbändchen, das mit einer Spende von 5 Euro die Johanniter unterstützt, die im Juli viele Menschen gerettet haben.
Anita Franken-Khadraoui

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