Wiggies bei der Demo “Black Lifes Matter” in Düsseldorf

Wieder einmal beteiligten sich Vereinsmitglieder am 6. Juni 2020 an einer großen und eindrucksvollen politischen Demonstration. Während bei anderen Ereignissen dieser Art die Stimmung oftmals durch positiv-freudiges Engagement für eine “große, gute Sache” gekennzeichnet ist, war der Auslöser diesmal leider das traurige, bedrückende Schicksal des Afroamerikaners George Floyd, der wenige Tage vorher im Zuge seiner Verhaftung wegen eines mutmaßlichen Bagatelldelikts von einem Polizisten gewaltsam erstickt worden war. Dieses Einzelschicksal steht in einer unerträglich langen Reihe von rassistisch geprägten Gewalttaten weißer amerikanischer Polizisten und löste massenhafte Proteste in den USA und weltweit aus.

So auch in Düsseldorf. Hatten die jungen Veranstalter*innen bei ihren Aufrufen noch von 2000 erwarteten Teilnehmer*innen gesprochen, so war schon zum Auftakt am DGB-Haus auf der Friedrich-Ebert-Straße klar, dass dies bei weitem übertroffen werden würde. Der Demonstrationszug füllte die Straßenraum vom Bahnhof bis zur Oststraße vollständig aus. Wegen der Infektionshygiene formierte man sich in Zehnerreihen mit genügend Sicherheitsabstand. Dann knieten alle zur Schweigeminute nieder, wie es der afroamerikanische Footballprofi Colin Kaepernick als Geste gegen Rassismus beim Abspielen der amerikanischen Nationalhymne vor dem Wettkampf vorgemacht hatte.

Als sich die Menschenmenge dann in Richtung Kö in Bewegung setzte, schallten durch die Gesichtsmasken bald auch lautstarke Sprechchöre junger engagierter Demonstrant*innen, obwohl es eigentlich eine stille Demo sein sollte. Schließlich sammelten sich auf den Wiesen vor dem Landtag bis zu 20.000 Menschen zur Abschlusskundgebung! Wir fanden ein ruhigeres Eckchen für uns. Kaum zu fassen, wie immer noch mehr kamen, als wir gegen Ende der Veranstaltung bereits auf der Rheinpromenade nach Hause spazierten. Trotz einiger leichter “Corona-Gewissensbisse“ in der darauffolgenden Nacht war es für uns Wiggies Peter, Linde, Günter, Heide, Ulrich, Cornelie und Sylvia mit ihren Freud*innen und Begleiter*innen eine ergreifende, trotz allem disziplinierte und eindrucksvolle Manifestation des Miteinanders gegen rassistische Ausgrenzung und Unterdrückung.

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